10. Juli 2017

Sophie Bonnet: Provenzalisches Feuer





Rezension zu Sophie Bonnet: Provenzalisches Feuer


Der Sommer hält Einzug in Sainte-Valérie und das feiert das ganze Dorf mit einem traditionellen Fest. Doch ganz so traditionell, wie es sich die Dorfebwohner wünschen, wird es nicht, denn der Bürgermeister macht ein Touristenevent daraus: mit Reisebussen voller Menschen und dem Auftritt der gefeierten Rockband Viva Occitània. Obwohl Kommissar Durand als Sicherheitsbeauftragter fungiert, wird vor der Bühne auf der die Rockband gerade spielt, ein Journalist erstochen. Der Journalist, der einen Tag zuvor Durand noch nach seinem Vorgänger gefagt hatte, den er dringlichst treffen wollte. Die erste Spur führt in die Vergangenheit zu einem Schriftsteller, der einen fulminaten Roman über Sainte-Valérie schreiben wollte. Ganz zum Missfallen der alten Dorfbewohner, die froh sind als der Schriftsteller damals anscheinend Selbstmord begeht. Doch auch die Hüter der aussterbenden Sprache „Okzitanisch“ gehören zum Kreis der Verdächtigen und Durands Assistent sieht die Lösung des Falls in den Mythen der alten Provence.

Der vierte Fall von Kommissar Durand ist ein ewiges Hin und Her. Allerdings im positiven Sinne. Denn glaubte man noch die eine Spur als vielversprechend und richtig, zeigt sich schon bald: dem ist nicht so. Diese Abwechslung macht den Roman besonders spannend. Die historischen Einflechtungen bezüglich der „okzitanischen Sprache“ sind zudem sehr interessant. Und auch die provençalische Stimmung kommt nicht zu kurz, die Beschreibung von Landschaft, Wetter und Essen lässt den Leser automatisch von einem Urlaub dort träumen. Auch wenn man dann lieber keinen Mordfall in seinem Urlaubsort haben möchte.

320 Seiten
ISBN: 978-3-7645-0613-1
€ 14,99 [D]
Verlag: Blanvalet
Das Buch wurde mir vom Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt.